Mittwoch, 5. Februar 2014

Unbefriedigende Antworten der Verwaltung zum Verkehr

Im Folgenden werden die Antworten der Verwaltung zum Verkehr (in roter Farbe) kommentiert.



                                Bürgerinitiative
                Verkehrsbelästigung  Schiefbahn  Norden
                           Internet:  http.//verkehr-schiefbahner-norden.blogspot.de




An den                                                                                 Folke Stengel
Bürgermeister der Stadt Willich                                           Rembrandtstr.2                                       
Schloss Neersen                                                                  Ralf  Lück                            
47877 Willich                                                                        Willicher Str. 55
                                                                                 Schiefbahn, 19.11.2013

Per email


Fragen zu der Verkehrsstudie im Rahmen der Bebauungsplanung S44

In der Planungsausschusssitzung am 11.09.2013 wurde die Verwaltung mit einer Verkehrsstudie beauftragt, die den nördlichen Teil von Schiefbahn  untersuchen soll. Ziel ist den vorhandenen und den durch das Neubaugebiet S44 zusätzlichen Verkehr auf Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen bzw. zu reduzieren.
Wird die Bürgerinitiative, weil betroffen und damit auch sachkundig, an der Definition des Auftrags an das Planungsbüro beteiligt?
Antwort der Verwaltung: Der Auftrag wird von der Verwaltung definiert und erteilt. Bei einer Beauftragung wird das ausgewählte Büro über die Anliegen der Bürgerinitiative informiert
Wir wurden in keiner Weise  von der Verwaltung angesprochen. Das heißt: Mitwirkung der  Initiative nicht erwünscht! Woher kennt die Verwaltung unser Anliegen wenn Sie niemals mit uns gesprochen hat? Unser Ziel ist doch klar formuliert !!! und wird im Folgenden total negiert.

Welche Planungsbüros werden anbieten und auf Grund welcher Kriterien wird der Auftrag  erteilt?
Antwort der Verwaltung: Die Anfrage wird bei drei unabhängigen Planungsbüros. Die Auswahl der zu beauftragenden Büros wird aufgrund ihrer fachlichen und technischen Kompetenz zur Bearbeitung der Aufgabenstellung erfolgen. Auch eine kurze Bearbeitungszeit wird angestrebt.
Wer beurteilt auf Grund welcher Kriterien. Was heißt hier Kompetenz? Etwas detaillierter  hatten wir uns die Antwort schon vorgestellt.

Wann wird die Studie vergeben?
Antwort der Verwaltung: Die Vergabe des Auftrages wird in Kürze (Mitte Dezember) erwartet.            
Das Gutachten ist schon vergeben. Die versprochene Beteiligung blieb aus. Können wir nachträglich eine Kopie des Auftrags erhalten oder zumindest einsehen?


Welche Methode zur Ermittlung Messung des Verkehrs wird angewendet?
Antwort der Verwaltung: Der Auftrag für das Planungsbüro umfasst eine aktuelle Verkehrszählung (mit Zählern) in mindestens 3 Knotenpunkten. Die Zählung soll in den Verkehrsspitzenzeiten und mittags durchgeführt werden. Darüber hinaus soll auch eine Ermittlung des Durchgangverkehrs auf der Willicher Straße erfolgen. Die Verkehrsströme aus dem Verkehrsmodell wird mittels einer Mikrosimulation realistisch dargestellt.               
Warum werden hier nicht bereits anerkannte Methoden zu Verkehrszählungen angewendet?
z.B.: EVE - Empfehlungen für Verkehrserhebungen. Ausgabe 2012.
Mit mindestens 3 Knotenpunkten ist eindeutig unser  Ziel, alle Verkehrsströme zu erfassen nicht zu erreichen!

An welchen Messstellen soll gemessen werden?
Antwort der Verwaltung: An folgenden Kotenpunkten soll mindestens gemessen  werden. Korschenbroicher Straße/Willicher Straße – Willicher Straße/Tupsheide – Korschenbroicher Straße/Tupsheide                 
Schon die die Antwort macht deutlich, dass die Verwaltung die Problemstellung :Durchfahrt durch das Dorf zu beschränken nicht zur Kenntnis nehmen will. 

Warum ist der Wallgraben und die Hochstraße, die hoch belastet und durch die Neubauplanung betroffen sind,  bei den zu untersuchenden Straßen nicht erwähnt?
Antwort der Verwaltung: Die Straße „Wallgraben“ ist nicht Bestandteil des zu beauftragenden Verkehrsgutachtens. Die über die Straße „ Wallgraben“ fahrenden Fahrzeuge, die in die Willicher  Straße einfahren werden im Rahmen der Ermittlung für den Durchgangsverkehr erfasst.
Die Frage Hochstraße ist nicht beantwortet und warum ist der Wallgraben nicht erwähnt. Warum wird unser Anliegen nicht aufgenommen?

Wird auch untersucht wie viel Mehrverkehr auf der Willicher Str. entsteht  durch eine Erleichterung der  Auffahrt auf die L382 durch Kreisverkehr oder Ampel . Jetzt fahren viele Autos um die schwierige Auffahrt zu vermeiden über die Tupsheide in Richtung Willich.
 Antwort der Verwaltung: Die von den Büros zu erstellenden Verkehrsmodelle werden den Durchgangsverkehr auf der Willicher Straße  sowohl bei einem Kreisverkehr als auch bei einer Ampel berücksichtigen.   
Falsche Antwort auf unsere Frage ! Die Frage ist wie wird das untersucht bzw. gemessen?

Wird bei der Betrachtung auch der verbotene Schleichverkehr, der schon in der Verkehrsstudie 2005 erwähnt wurde, zwischen  Klein Jerusalem und Niederheide mit einbezogen,? Dieser verbotene Verkehr muss doch irgendwann unterbunden werden und wird dann den Schiefbahner Norden belasten.
 Antwort der Verwaltung: Von  einem Schleichverkehr zwischen Kleinjerusalem und Niederheide ist der Verwaltung nichts bekannt. Sollte der Schleichverkehr zwischen Wekeln und Niederheide gemerint sein, so sind bei einer späteren Sperrung dieser Verbindung keine Auswirkungen auf die Willicher Straße zu erwarten. Begründung: Die Schleichverkehre resultieren  in erster Linie aus der vermeintlich einfacheren Anbindung zwischen Wekeln und der Autobahn- Nach einer potentiellen Sperrung im Bereich Klein-Kempen/ Am Klapptor werden sich diese Verkehre auf der L26 (Bereich Münchheide) und der Korschenbroicher Straße verteilen. Von dort ist das Autobahnnetz zu erreichbar. Eine Mehrbelastung der Willicher Straße wird hier nicht erwartet.
Ja, wir meinten den Verkehr am Klapptor. Dieser  Schleichverkehr ist offensichtlich der Verwaltung bekannt und wird von ihr toleriert obwohl schon unzählige Anwohnerbeschwerden eingereicht wurden. Die Verkehrsstudie 2005 zeigt 2000 Fahrzeuge/24 St und sieht diese bei einer sperrung auf der Willicher Straße und Hochstraße. Hier liegt die Verwaltung falsch denn sicher wird der Verkehr  durch Willicher Str, Hochstraße und Wallgraben gehen. Wir fordern eine neutrale, gutachterliche Prüfung.

Wie groß ist  der zu erwartende zusätzliche Verkehr durch Neubaugebiete in den nächsten 10 Jahren?  Der Stadtentwicklungsplan bis 2024 und auch  der  Flächennutzungsplan weisen noch große Neubauplanungen in Schiefbahn und dem Schiefbahner Norden aus.
Antwort der Verwaltung: Der zusätzliche Verkehr auf der Willicher Straße durch das Baugebiet „Willicher Straße“ wurde bereits von der Verwaltung in einer Grobabschätzung errechnet. Diese Abschätzung liegt den Planungsbüros vor und wurde von dort als nachvollziehbar und realistisch bewertet. Weitere Neubauplanungen liegen aktuell nicht vor. Sollten weitere Neubauplanungen später konkretisiert werden, werden dafür ebenfalls entsprechende Verkehrsgutachten, welche die jeweilige aktuelle Verkehrssituation untersuchen, erstellt.
Das darf doch wohl nicht wahr sein! Da erhalten die Planungsbüros schon vorher Schätzungen der Verwaltung.  Diese  können dann durch diese Beeinflussung nur zustimmen!
Da wird ein Stadtentwicklungsplan 2024 erstellt und wieder, wie immer, ohne eine Abschätzung des Verkehrsaufkommens und notwendiger Infrastruktur.
In einer Besprechung mit der CDU wurde eindeutig gesagt, dass der Schiefbahner Norden in den nächsten Jahren das Einzige und bevorzugte Baugebiet ist. Wenn wann, wenn nicht jetzt will man mit Verkehrsentlastungen beginnen statt weiter zu bauen.

Die Hochstraße gehört zu den  meist belastenden Straßen.  Ist  bekannt, dass eine Verkehrsstudie zum Edeka-Markt  die Stufe D  erbracht hat? Das heißt: Der Verkehrsablauf ist gekennzeichnet durch hohe Belastungen. Der Verkehrszustand ist noch stabil. Was passiert wenn der Verkehr weiter ansteigt?
 Antwort der Verwaltung:  Das Verkehrsgutachten zum Neubau eines EDEKA-Marktes in Willich-Schiefbahn ist der Verwaltung bekannt. Das erst 2010 erstellte Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass beide Anschlussstellen des EDEKA-Marktes als einfache Einmündung mit Mischfahrstreifen in allen drei Knotenzufahrten leistungsfähig sind. Das gutachten stellt fest. Dass die Parkplatzzufahrt an der Hochstraße an besonders verkehrsintensiven Tagen (Freitag und Samstag) die Qualität D hat,mit Rückstau von 12m in der Parkplatzauffahrt und 18 m im der Hochstraße Fahrtrichtung Westen (wegen Linksabbiegern).  Dieser Rückstau reicht somit bis in den Bereich Schwanenheide hinein, staut ihn aber nicht ganz zu.
Ob im Bereich „Willicher Straße“ entstehenden Verkehre Auswirkungen auf die Verkehrssituation Hochstraße haben und welche die sind,  werden die Ergebnisse des Verkehrsmodels und der Mikrosimulation zeigen. Das Gutachten wird hier entsprechende Aussagen beinhalten.

                  
Wie werden die Vorschläge der Bürgerinitiative wie Tempo 30 auf dem Wallgraben, Geschwindigkeitswarnungen auf der Willicher Str.  Vermehrte Zebrastreifen auf fast allen Straßen, verbesserte  Kennzeichnung der Radwege, Verkehrsinseln auf der Willicher Str. usw  von der Verwaltung oder besser noch von dem Planungsbüro aufgenommen?
Antwort der Verwaltung: Einige der von der Bürgerinitiative gemachten Vorschläge sind bereits realisiert bzw. nicht realisierbar. So sind die Straße Wallgraben auch weite Teile bereits Bestandteil der T-30-Zone in Schiefbahn. In der T-30-Zone sin jedoch – gemäß den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt06) – für den Radfahrer keine gesonderten Verkehrseinrichtungen wie Radwege oder Radschutzstreifen notwendig. Ebenso dürfen im einer T-30-Zone keine Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) eingerichtet werden. Möglichkeiten zur gesicherten Fußgängerüberquerung finden sich aber auf der Willicher Straße in Höhe Tankstelle durch eine Ampelanlage.
Darüber hinaus werden in dem zu erstellenden Verkehrsgutachten von dem zu beauftragenden Planungsbüro auch Aussagen zu weiteren Handlungsempfehlungen für die Willicher Straße erfolgen. Diese werden sich aus den zu erstellenden Verkehrsmodellen und nach Notwendigkeit ergeben.   
Uns sind keine realisierten Vorschläge bekannt. Es fehlen eindeutige Schilder die den Wallgraben als Tempo 30 Zone ausweisen .Hier noch einmal eindeutig: Wir erwarten Handlungsempfehlungen für alle betroffenen Straßen: Hochstraße,Tupsheide,, Königsheide, Wallgraben und Willicher Straße

Was kostet eine solche Verkehrsstudie?
Antwort der Verwaltung: Die Kosten für das Verkehrsgutachten liegen bei maximal 13.000 €. Sie sind abhängig von den Angeboten der Planungsbüros und dem Auftragsumfang des Gutachtens.

   
Wann ist mit einem Ergebnis der Verkehrsstudie zu rechnen?
Antwort der Verwaltung: Bei optimalem Verlauf zur Beauftragung des Verkehrsgutachtens wird ein Ergebnis für die Sitzung des Planungsausschusses Anfang März erwartet. Andernfalls werden die Ergebnisse in der darauf folgenden Sitzung bekannt gegeben.

Wir möchten hier jedoch noch eine Frage zum Kreisverkehr anschließen.
Argumente, die gegen Kreisverkehre sprechen können:
  • sehr hohes Verkehrsaufkommen
  • ungleiche Verkehrsbelastung in den Zufahrten
  • stark unterschiedliche Verkehrsbedeutung der sich kreuzenden Straßen
  • gewünschte Bevorzugung einzelner Verkehrsarten oder Straßenzüge
  • bewegte Topographie und Platzmangel
  • starker Fußgänger- und Radverkehr
Sowohl ein Kreisverkehr als auch eine Ampel verändert die Verkehrsverteilung zwischen Tupsheide und Willicher Str.
Das Dreieck Willicher Str. und L382 ist kein Unfallschwerpunkt mehr. Es handelt sich an dieser Stelle gar nicht um eine Kreuzung  sondern um eine Hauptstraße L382 und eine stark befahrene Nebenstraße plus einem Feldweg und damit keinem echten Kreisverkehr. Ein Kreisverkehr ist wesentlich teurer als eine Ampel. Durch einen Kreisverkehr würde der Verkehr auf der Hauptstraße unterbrochen mit entsprechenden Immissionen. Eine Ampel die in die jetzt schon vorhandene „Grüne Welle“  auf der Korschenbroicher Str. eingebunden wäre ist  aus Umweltgründen vorzuziehen weil der Verkehr auf der L382 nicht gebrochen wird. Schon oft wurde durch Gutachten nachgewiesen, dass eine Ampelanlage sinnvoller als ein Kreisverkehr ist. Warum kann hier nicht ein neutraler Gutachter eingeschaltet werden?
Antwort der Verwaltung: Der vorhandene Knotenpunkt L382/Willicher Straße/Gatherbusch war eine Unfallhäufungsstelle. Hauptursache dafür stellten zu hohe Geschwindigkeiten im Zuge der      L 382 sowie offensichtliche Missverständnisse  zwischen den einbiegenden, geradeaus^fahrenden und abbiegenden Kraftfahrern dar.          
Richtig ist das dies ein Unfallschwerpunkt war und heute nicht mehr ist. Die  Hauptargumentation ist entfallen. Der Kreisverkehr Korschenbroicher Str./ Bahn Str. hat nicht weniger Unfälle.
Von  der geplanten Umgestaltung des Knotenpunktes zu einem Kreisverkehr wird eine Erhöhung der Verkehrssicherheit erwartet weil damit einerseits eine Geschwindigkeitsdämpfung sowie anderseits eine Vereinfachung der Vorfahrtsbeziehungen zwischen den Verkehrsteilnehmern erreicht werden kann.Das würde man auch mit einer weniger aufwendigen Ampelanlage erreichen!
Darüber hinaus trägt der Kreisverkehr auch zur städtebaulichen Aufwertung des Schiefbahner  Nordens bei. Mit dem Kreisverkehr und der Neugestaltung der Willicher Straße wird ein „Entree“ für Schiefbahn gestaltet.Das ist nun wirklich ein an den Haaren herbeigezogenes Argument wenn man weiß, dass der Blick auf Schiefbahn mit einem hohen und meist hässlichen Lärmschutzwall verhindert wird.  Hier irrt wieder die Verwaltung gewaltig!
Eine gleichwertige Anbindung aller Zufahrten eines Knotenpunktes sowie die Anzahl der Kontenpunkte, die  (insbesondere auf der Westseite) angebunden werden sollen, kann nur mit einem Kreisverkehr erreicht werden. Der Durchmesser eines solchen Kreis muss dabei so groß gewählt werden, dass auch die benachbarten Knotenpunktarme, zwischen denen en Winkel von 100 Gon (90°) liegt, noch ohne Einschränkungen befahren werden können. Dieser Sachverhalt hat im Entwurf zu einem Kreisverkehr mit einem Außendurchmesser von 60.00 m geführt .Es sind doch nur 3 Zufahrten der Feldweg kann doch nicht als Zufahrt bezeichnet werden. Nur mit Kreisverkehr zu erreichen ist Hypothese der Verwaltung und nicht bewiesen.
Als wichtigster Vorteil des Kreisverkehrs  gegenüber einer Lichtsignalanlage ist die Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes zu nennen. So verringert sich die Wartezeit von Ein- und Abbiegern (aus und nach Schiefbahn) erheblich. Insbesondere in Stunden außerhalb der Spitzenzeiten ist die Summe der Wartezeiten im Kreisverkehr oft deutlich niedriger als an den festzeitgesteuerten Signalanlagen. Die gilt insbesondere für den Verkehr auf der Korschenbroicher Straße (L382) Dadurch werden auch die Emissionen verringert.Hat die Verwaltung schon einmal etwas von bedarfsgesteuerten  Ampelanlagen gehört? Mit einer Ampelanlage kann man auf der Korschenbroicher Str. mit 15000 Fahrzeugen/Tag mit einer „grünen Welle“ Emissionen weit mehr reduzieren! 
Der Kostenvergleich Errichtung  eines Ampel – oder Kreisverkehrs fehlt ganz. 

All die genannten Punkte sind für die Verwaltung gute Gründe den Kreisverkehr zu favorisieren. Unterstützt wird diese Haltung auch durch die Aussagen vom Planungsbüro Brilon,Bondzio, Weiser im Rahmen der Entwurfsplanung zum Kreisverkehr (August 2009).Dass derjenige  der den Entwurf für den Kreisverkehr geplant hat die Argumente unterstützt ist nicht verwunderlich- Wir würden gerne ein neutrales Gutachten sehen.

Die Bürgerinitiative wird nicht, wie versprochen, in die Verkehrsstudie von Anfang an eingebunden.
Die Verwaltung und  teilweise die Politik haben das Anliegen der Initiative nicht verstanden oder wollen unsere Ziele das Erreichen einer Verkehrsbeschränkung bzw Entlastung  nicht verstehen.
Damit haben die Antworten der Stadt, die sicher auch teilweise mit der Politik abgesprochen sind für uns nur Alibifunktion  nach dem Motto: Wir haben doch alles beantwortet.

Wir werden unsere Fragen präzisieren und erneut einreichen.

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Das sagt die Verwaltung: Mit dem Kreisverkehr und der Neugestaltung der Willicher Straße wird ein „Entree“ für Schiefbahn gestaltet.
Unsere Antwort: Das ist nun wirklich ein an den Haaren herbeigezogenes Argument wenn man weiß, dass der Blick auf Schiefbahn mit einem hohen und meist hässlichen Lärmschutzwall verhindert wird.




Donnerstag, 19. Dezember 2013

Frohe Weihnachten und gutes Jahr 2014






Allen Lesern unseres Blogs wünschen wir ein fröhliches Weihnachtsfest und erfolgreiches Jahr 2014.

Leider haben einige Politiker, der Bürgermeister und die Verwaltung noch immer nicht verstanden dass es unser Ziel ist  die Verkehrssituation auf den betroffenen Straßen zu verbessern. Das müssen wir leider aus der teilweisen Beantwortung unserer schriftlichen Fragen entnehmen. Möglicherweise wollen auch einige unsere Probleme gar nicht verstehen weil sie nicht betroffen sind. Es ist frustrierend wenn man die Argumente der Befürworter hört.
Wir  werden jetzt die Antworten auf unsere Fragen zwischen den Feiertagen analysieren und dann auch detailliert darüber berichten. Am 9.1. werden wir mit einer kleinen Abordnung noch einmal mit Politikern und Verwaltung zusammentreffen und versuchen unsere Ziele zu erklären.

Wir planen danach ein Treffen der Initiative um die weiteren Aktivitäten zu besprechen.

Bis dahin alles Gute


Folke Stengel  Rembrandt Str.2 Tel. 02154  7386 E-Mail fstengel@stengel.de
Ralf Lück  Willicher Str. 55  Tel.  02154 5633 E-Mail: Ralf_Lueck@t-online.de


Samstag, 28. September 2013

Forderungen der Initiative

Forderungen der Bürgerinitiative
Reduzierung der Verkehrsbelästigung
·       Wir wollen, dass der Verkehr auf Willicher Str, Tupsheide, Wallgraben und Hochstraße reduziert wird und damit der Lärm und die  Unfallgefahr verringert werden, bevor das Schiefbahner Dreieck zur Bebauung freigegeben wird. 
·       Wir wollen, dass eine aktuelle Verkehrsstudie mit Verkehrszählungen durchgeführt  und der Status festgestellt wird. Mit einer  Ermittlung der Verkehrszunahme durch Neubaugebiete  (z.B: Schiefbahner  Dreieck, Augustinerinnen Str., Straterhof usw.) aber auch unter Berücksichtigung der  Verkehrsentwicklung in den nächsten Jahren muss ein Verkehrskonzept erstellt werden.
·       Wir wollen an der Ermittlung der Verkehrsstudie beteiligt werden.
·        Wir fordern aktuelle Lärmschutzmessungen und keine Schätzungen um zu sehen, ob die zugelassenen Werte im Schiefbahner Norden nicht jetzt schon überschritten werden.
·        Wir fordern mehr Geschwindigkeitsmessungen (Starenkästen, Geschwindigkeitsanzeigen usw.) und mehr gesicherte Übergänge. Für den Wallgraben sollte Tempo 30 vorgeschrieben werden.
·        Maßnahmen, den Verkehr auf der Willicher Str,  zu reduzieren, dürfen nicht zu Lasten der anderen Straßen gehen.
·        Ist die Nordumgehung wirklich nicht möglich? Heute fahren schon viele Autos auf für Durchfahrt gesperrte Feldwege von Willich Klein Kempen in Richtung Niederheide um die problematische Hochstraße in Schiefbahn zu vermeiden.
Ist ein Verkehrskonzept verabschiedet, wollen wir in der Planungsphase:
·        für das Neubaugebiet eine neue Kostenrechnung, die auch alle Neben- und Folgekosten enthält,
·        bevor die Bebauung freigegeben wird die Finanzierung einsehen um eventuelle Steuererhöhungen zu verhindern.
·        dass keine Hochhäuser auf dem Neubaugebiet geplant werden.
·        dass am Rubensweg mehr Parkplätze vorgesehen werden.
·        das Neubaugebiet mehr als eine  Ausfahrt  für Pkw`s bekommt. Einen Kreisverkehr an der Willicher Str./Augustinerinnen Str. der zusätzlich Anfahrlärm erzeugt lehnen wir ab.
·        eine  Zusage, für die Anlieger der Willicher Str. und dem Rubensweg,  nicht  an den Kosten der geplanten Straßenbaumaßnamen für die  Erschließung  des Dreiecks beteiligt zu werden..
·       wissen, ob aufgrund der zusätzlichen Abwassermengen, eine Anpassung des Mischwasser-kanals in der unteren Willicher Str. (1-55)  mit Kosten für die Anwohner notwendig werden könnte.
·         eine Prüfung  ob die Regeln des Bundesimmissionsschutzgesetzes nicht auch auf den Teil des Neubaugebietes angewendet werden können, der an der Willicher Str. liegt.
·        eine Prüfung, ob es keine problemloseren Neubauflächen als das Schiefbahner Dreieck gibt. 
·        Vergleich von Vor- und Nachteilen  des Kreisverkehrs gegenüber einer Ampelanlage
·        im Detail wissen, welches angebliche Gemeinwohl durch das Neubaugebiet entsteht. 
    Warum muss überhaupt hier gebaut werden wenn so viele Probleme  gibt? 
  
     Die Parteien und die Verwaltung haben sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Werden Sie daran denken dass wir uns auch wohlfühlen wollen?

Warum diese Initiative ?



 Das Schiefbahner Dreieck 

Wir wollen, dass der Schiefbahner Norden (Willicher Str., Tupsheide , Wallgraben und Königsheide und auch die Hochstraße vom Verkehr entlastet und durch eine Bebauung mit bis zu 100 Wohneinheiten im Schiefbahner Dreieck nicht weiter belastet wird. Eine Bebauung des Dreiecks ist falsch. 
 

Das erste Treffen der Bürgerinitiative am 9.11.2013

Warum gaben wir der Initiative den Namen Schiefbahner Norden?

Wir haben die Bürgerinitiative absichtlich Schiefbahner Norden genannt weil alle Anwohner der Willicher Str., Tupsheide , Wallgraben, Königsheide und Hochstraße sich seit Jahren über die hohe Verkehrsbelastung und damit verbundene Gefahren und Lärm beschweren.
Wir wollen nicht die Willicher Str. entlasten wenn dies zur Erhöhung der Belastung von Tupsheide und Königsheide führt.

Was wollen wir mit der Bürgerinitiative erreichen?


Wir suchen viele Unterstützer und wollen die Betroffenen über alle Entwicklungen wie Termine für Ratsversammlungen, Entscheidungen der Parteien usw.  informieren.
Mit Ihrer Unterstützung wollen wir Fragen stellen und beantworten. Wenn möglich wollen wir die aus unserer Sicht falschen Pläne verhindern und Alternativen entwickeln.
Wir werden erste Aktionen  wie Eingaben an Verwaltung, Fragebogen für Bürgerrunden, Eingaben an Petitionsausschüsse usw. vorbereiten und verteilen.

Wir haben in der Bürgerinitiative unterschiedliche Interessen!

Eine Zunahme des Verkehrs fürchten  die Bürger der Willicher Str./Rembrandt Str und der Hochstraße.  Die  Anwohner der Tupsheide, Königsheide  fürchten bei einer Entlastung der Willicher Str. eine zusätzliche Belastung ihrer Straßen.  Für den Wallgraben und die Hochstraße bedeutet jedes zusätzliche Fahrzeug  im Norden. eine zusätzliche Belastung. Die Anwohner des Rubenswegs  befürchten Hochhäuser vor ihrer Türe und haben ungelöste Parkplatzprobleme.

Daraus ergeben sich 2 Themen: Das Verkehrsproblem auf den genannten Straßen und der Bauplan für das Dreieck. 

Das  Verkehrsproblem

 

Welche Aussagen zum Verkehr gibt es?


Von der Uni Aachen  wurde 2005  ein Verkehrsentwicklungsplan erstellt. Von einem Planungsbürowurde 2008 der Masterplan Mobilität  vorgestellt. Im Masterplan fehlte unverständlicherweise eine Aussage über zukünftige Einwohner- und Verkehrsentwicklung. Fragen, wie wirkt sich eventuelles Wachstum auf den Verkehr in den nächsten 10 Jahren aus, blieben immer offen oder wurden nicht gestellt.
Schon damals wurde die hohe  Verkehrsbelastung auf unseren Straßen diskutiert. Alle diese teuren Pläne verschwanden in der Schublade ohne das irgendwelche Rückschlüsse gezogen und Verbesserungen einführt wurden.
Weil schon seit Jahrzehnten gebaut wird ohne eine gesamthafte Verkehrsplanung zu machen, haben wir heute die Probleme. 
In dem Gutachten von 2005 wird erwähnt, dass eine Nordumgehung eine Entlastung des Schiefbahner Nordens um ca. 2000 Bewegungen bringen würde. War das zu wenig um die Pläne weiter zu verfolgen?
In dem  Masterplan  wird merkwürdigerweise erwähnt, dass eine Nordumgehung keine Entlastung bringt.
Warum ist dann in der Planung des neuen Kreisverkehrs und dem neuesten Flächennutzungsplan einen Abgang Nordumgehung vorgesehen? 

Status  und Entwicklung des Verkehrs auf den betroffenen Straßen 


In Schiefbahn hat sich in die Einwohnerzahl in den letzten 50 Jahren von 6000 auf 12000 Einwohner erhöht. Die Straßen und der Verkehr wurde zu unseren Lasten nicht angepasst.
Auf der Willicher Straße fahren wir  bis 5000 Autos/ Tag. Eine Anwohnerin zählte an einem Morgen 400 Fahrzeuge pro Stunde. Auf der Korschenbroicher Str. fahren durchschnittlich 14.500 Fahrzeuge/T.
Durch das geplante Neubaugebiet  werden zusätzlich bis zu 1000 Autos/Tag erwartet. Damit würde die Willicher Straße mit bis zu 6000 Autos/ Tag belastet ohne die zukünftige Verkehrsentwicklung (Neubaugebiete) bzw. verbotenen Verkehr über Schleichwege zu berücksichtigen.

Der Lärm durch den Straßenverkehr.


Auf unseren Straßen ist der Lärm kaum noch auszuhalten. Erste Messungen durch uns zeigten Werte bis 70 DB. Man kann nicht mit offenen Fenstern schlafen. In unserer Gärten ist Unterhaltung oftmals unmöglich.
Für die  Körschenbroicher Str. gilt bereits das Bundesimmissionsschutzgesetz. Nach § 47 d Abs. 2 BImSchG soll es auch Ziel von Lärmaktionsplänen sein, „ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms zu schützen“. Als „ruhige Gebiete“ kommen sowohl bebaute Gebiete, z.B. Wohngebiete, als auch unbebaute Gebiete in Betracht.
Für manchen Hausbesitzer ist der Lärm bereits ein Grund zu verkaufen. Der Wert der Grundstücke mit ständig zunehmendem Verkehr wird jedoch immer weiter entwertet.
Einige Hausbesitzer haben versucht durch die Erstellung von Mauern sich vor dem Lärm zu schützen. Auf der Tupsheide kommt der Verkehr durch die teure Verkehrsberuhigung häufig zum Stillstand mit entsprechend  großer Lärmentwicklung.
Bauwilligen an der Willicher Str. wurde vor ein paar Jahren von der Verwaltung zugesagt, dass der Verkehr reduziert (Einbahnstraße) würde. Versprechen gebrochen!!??

Die Gefahren durch den Straßenverkehr


Für die Hochstraße, Willicher Str. Tupsheide und Wallgraben gilt: 

Selbst als Fußgänger braucht man häufig Minuten um über die Straßen zu kommen. Für Kinder auf dem Schulweg fehlen Zebrastreifen
Anwohner aller Straßen beschweren sich darüber dass das  Überqueren und die Auffahrt auf die Straße äußerst gefährlich ist.. Oftmals dauert es extrem lange bis man eine Verkehrslücke findet um  auf die Straße zu kommen.
Radfahrer sind besonders gefährdet, da es keinen teilweise oder nur schlechte Fahrradweg gibt. Es besteht ständig die Gefahr von Unfällen.
Fahrradfahrer haben oftmals Angst vor den Autos und fahren deshalb auf dem Bürgersteig. Hier besteht die Gefahr, dass Hausbewohnern die auf die Straße treten, angefahren  werden.
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Zu hohe Geschwindigkeit

Wir stellen immer wieder fest, dass auf der Willicher Str.und der Tupsheide  zu schnell gefahren wird besonders auf der Willicher Str. aus der Kurve heraus in Höhe Hausnummer 51 in Richtung Willich.

Der Bauplan für das Dreieck

Probleme des Baugebietes

 

Aus dem Bundesimmissionsschutzgesetz ( BImSchG) ergibt sich  dass an der L382 ein Lärmschutzwall gebaut werden muss. Auf der Willicher Str. fahren heute bis zu 5000 Fahrzeuge pro Tag und durch das Neubaugebiet kommen bis zu 800 Bewegungen dazu. Für die Bauwilligen des Neubaugebietes an der Willicher Str. sind keine Lärmschutzmaßnahmen geplant.
Anwohner von Rembrandt Str./ Willicher Str. haben sich vor Verzweiflung Mauern gebaut.
Wie können sich die Neubauwilligen an der Willicher Str. schützen? 
Am Rubensweg sind Hochhäuser geplant. Die  derzeitigen Anwohner sind entsetzt weil Sie oftmals auch auf Grund der freien Sicht dort wohnen und teilweise Eigentum gekauft haben.
Am Rubensweg fehlen heute schon Parkplätze. Die Planungen verbessern die Situation nicht.
Durch den Kreisverkehr wird die Attraktivität und damit der Verkehr auf der Willicher Straße zunehmen. Der geplante Ausbau eines Teilstückes geht dabei komplett an unserer Problematik vorbei.
Für einige Anwohner ist die Anbindung an die Willicher Str. katastrophal weil der Verkehr aus dem Neubaugebiet konzentriert vor Ihren Häusern landet..
Weitere Grünflächen in Willich werden zerstört. Die Landwirte klagen über fehlende Flächen und zu stark steigende Preise für Pachten.
Architektonisch zweifelhaft ist die unterschiedliche Bauplanung an der Willicher Str.. Erst Einfamilien - Wohneinheiten, dann Hochhäuser und danach wieder Bungalows.
Wer will bei dem  Verkehrslärm im Dreieck an der Willicher Str. bauen?

Eine fragliche Finanzierung


Das Finanzkonzept ging bisher nicht auf. Infrastruktur wie Lärmschutz, Begrünung usw. machten angeblich die Finanzierung unmöglich. Auf einmal geht  es?
Decken die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen i die direkten Aufwendungen (z.B. für den Kreisverkehr und rudimentäre Lärmschutzmaßnahmen) und andere Kosten?
Bleiben bei dieser Betrachtung indirekte Kosten (z.B. zusätzliche U3- oder OGS-Gruppen, Auswirkungen auf den innerörtlichen Verkehr) außen vor? Ist die Bebauung am Ende  für die Stadt und ihre Bürger ein Zuschussgeschäft und führt damit zu höheren Steuern?
Müssen die derzeitigen Anwohner die Bebauung mit finanzieren indem sie sich an den Straßenbaumaßnahmen Willicher Sr. und einer eventuell notwendigen Anpassung des Kanalsystems beteiligen müssen?

Die Parteien und die Verwaltung haben sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Werden sie daran denken dass wir uns auch wohlfühlen wollen?


  Die Initiatoren:

  Ralf Lück,        Willicher Str.55;      Tel. 02154 5633;      E-Mail: Ralf_Lueck@t-online.de
  Folke Stengel, Rembrandtstr.2       Tel 02154  7386       E-Mail: f.stengel@stengel .de