Dienstag, 23. Juni 2015

Stellungnahme BI zur Planungsausschusssitzung vom 16,6.2015


     Lärmkarte Schiefbahn. Höchstbelastung in Willich! Korschenbroicher- und Hochstraße



                                           Bürgerinitiative
                          Verkehrsbelästigung  Schiefbahner  Norden
                                         Internet:  http://verkehr-schiefbahner-norden.blogspot.de

In der letzten Planungsausschusssitzung am 16.6 wurde ein Entwurf für die Planung des Schiefbahner Dreiecks vorgelegt.
Eingereichte Bürgeranregungen wurden diskutiert und entschieden. Leider müssen wir auf Grund Beschlussvorschläge  der Verwaltung  feststellen,  dass unsere Anmerkungen zum Teil nicht verstanden bzw richtig beantwortet wurden. Wir hoffen diese den verantwortlichen Politikern noch einmal erklären zu dürfen.

FPD und Bündnis die Grünen haben sich vielen unserer Argumente angeschlossen und gegen die Weiterführung der Planung gestimmt.

Frau Stoll, Obfrau der SPD, hatte schon bei der letzten Besprechung gesagt „ Wer A sagt muss auch B sagen“ Mit anderen Worten: „ Es wurden Fehler gemacht aber wir stehen dazu.“  Es wurde ja schon für Grundstücke an Eigentümer gezahlt. Kein Wort zu den Verkehrsproblemen in  Schiefbahn. Unsere Anmerkungen wurden ohne Begründung abgelehnt. Enttäuschend!

Die CDU hat den für uns wichtigen Zusammenhang der zusätzlichen Verkehrsproblematik anerkannt und verschiedene Aktionen (Suche nach alternativen Möglichkeiten für eine Nordumgehung) eingeleitet. Unsere Hinweise  wurden jedoch auch hier abgelehnt.

In dem Entwurf für die Bebauung, in dem angeblich die Bürgerbedenken verarbeitet wurden,  wurden nur unsere Hinweise auf zu wenig Parkraum und ein zweiter PKW (Not-?) Ausgang  berücksichtigt.

Offen sind noch das Lärmgutachten, das Bodengutachten und eine auf dem neuen Entwurf basierende Wirtschaftlichkeit- Berechnung und  Folgekostenrechnung.

Jedoch soll  nach Willen von CDU und SPD Ende schon Dezember die Bebauung entschieden werden.In den nächsten Monaten wird sich zeigen ob die CDU es schafft noch vor der Festlegung der Bebauung eine alternative Nordumgehung und deren Finanzierung vorzustellen.

Nach wie vor halten wir es für einen großen Fehler das Schiefbahner  Dreieck zu bebauen. Das wird auch von vielen Schiefbahner Ratsmitgliedern so gesehen. Leider ist es den Initiatoren  der Bürgerinitiative nicht gelungen die Fehler bei der Bebauung  ausreichend deutlich gemacht zu haben.

Trotz der vielen Unterstützer, die wir gewinnen konnten hat es  bis jetzt nicht gereicht  eine Mehrheit der Schiefbahner und der Politik zu überzeugen. 

Wir bauen jetzt darauf dass eine ehrliche, durch Ausschreibungen  gedeckte,  Kostenrechung und Folgekostenrechung erstellt wird. Weiterhin sollte ein Lärmgutachten  nicht nur den Lärm der Korschenbroicher sondern auch den Lärm  durch den Verkehr der Willicher Straße und Rubensweg auf das Baugebiet berücksichtigen.

Es gibt nachdem wir den Entwurf gesehen haben, natürlich weitere Fragen die wir noch veröffentlichen  und den  Verantwortlichen noch stellen werden.

Nach Rücksprache mit unseren Unterstützern müssen weitere Aktionen  dann noch entschieden werden.

Ralf Lück  Willicher Str. 55  Tel.  02154 5633 E-Mail: Ralf_Lueck@t-online.de




Samstag, 13. Juni 2015

Planungsaussschusssitzung 16.6. 18.00 Uhr im Technichen Rathaus

                                          Bürgerinitiative
                                            Verkehrsbelästigung  Schiefbahner  Norden
                                      Internet:  http://verkehr-schiefbahner-norden.blogspot.de

Die Verwaltung hat es wieder einmal  geschafft ein kontrovers diskutiertes Thema wie das Schiefbahner  Dreieck und die daraus resultierenden Nachteile auf den 16.6 im 18.00 Uhr  in die  (Vor-)Ferienzeit zulegen. Warum konnten entscheidende Gutachten wie Lärmgutachten und Bodenuntersuchungen nicht abgewartet werden?


Die alten Totschlagargumente der Verwaltung werden als Reaktion auf die Eingaben weiter benutzt.. Die von der Verwaltung aufgeführten Beschlussvorschläge zeigen, dass unsere Reklamationen bzw. Anregungen nicht verstanden wurden.
.
Es darf gelacht werden wenn die Verwaltung aufführt, dass durch den Lärmschutzwall das „Entree und  durch das Neubaugebiet die Attraktivität von Schiefbahn erhöht wird.

Ja, Schiebahn soll eingemauert werden.  Es soll ein neues Ghetto entstehen und mehr Verkehr der jetzt schon viele Schiefbahner  verzweifeln lässt.


Wir sind deshalb gespannt auf die Reaktion der Parteien auf die Vorlage. Alle Parteien haben versprochen, und das haben wir schriftlich, sich nun wirklich für Verkehrsverbesserrungen einzusetzen und Verschlechterungen zu verhindern. Wir wünschen dass sie die  Anregungen mit uns noch diskutieren.

Wir hoffen, dass die Parteien sich dafür einsetzen, dass es nicht noch mehr gesundheitsgefährdete und schlafgestörte Schiefbahner gibt.


Wir gehen davon aus, dass unsere Politiker so viel wirtschaftliches Verständnis haben, dass Sie es nicht zulassen, dass durch die hohen Ausgaben für Kreisverkehr und Lärmschutzwall und Infrastruktur der Willicher Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Ohne die vorhandenen Anlieger zur Kasse zu bitten wäre der Plan sowieso nicht zu finanzieren






Es sind gegenüber der alten Planung mehr Parkplätze eingerichtet. Leider haben die Carports keinen Zugang für die PKW !


Die Kreisverkehritis der Verwaltung ist wieder ausgebrochen. Kreiverkehre an Stellen wo es keine Kreuzung gibt. So wird  mir Hilfe von Steuergeldern ein Kreisverkehr an der Augustinerinnen Straße geplant, der genau so ärgerlich ist wie der bei Aldi. Wozu hier ein Kreisverkehr wenn die Verwaltung nur wenig Verkehr aus dem Plangebiet erwartet.


Es ist ein zweiter Ausgang (auch für PKW's ?) auf den Rubensweg geplant. Diese Ausfahrt wird sicher mit oder ohne Kreisverkehr Augustinerinnen Str. genutzt.Entsprechende Anfragen werden wir der Verwaltung stellen,


Im weiteren Verlauf der Ausschusssitzung wird eine Vorlage Verkehrsberuhigung der Willicher Str. geplant. Dies würde den Durchgang der Willicher Str. behindern und zu mehr Verkehr auf der Tupsheide führen. Die BI hat es immer abgelehnt das auf Kosten anderer Straßen der Verkehr umverteilt wird.


Ralf Lück  Willicher Str. 55  Tel.  02154 5633 E-Mail: Ralf_Lueck@t-online.de












Sonntag, 21. Dezember 2014

Wunschliste der BI für Weihnachten 2014

  







Die Wunschlisten sind nicht für das Christkind sondern für den Bürgermeister und die Politik

   Die Wunschliste Hochstraße

·               Reduzierung des Verkehrs durch Umgehungen des Nordens und des Südens von Schiefbahn
·               Sperrung für den Schwerlastverkehr bzw Beschränkung des Höchstgewichtes
·                Höchstgeschwindigkeit  auf 30 km/h begrenzen
·                Mehr Fußgängerüberwege (z.B.: Übergänge bei Edeka und an der Post  u.s.w )
·                Verbesserung der Markierung der Fußgängerüberwege
·                Durchfahrverbot  Schwerlastverkehr (Weniger Traktoren) 
               Glättung des Straßenbelags zur Verbesserung Sicherheit der Radfahrer.

Die Wunschliste Tupsheide

·         LKW nur für  Anlieger zugelassen. Traktoren sollten nicht durch den Ort fahren .
·         Die gesamte Tupsheide sollte 30 km/h Zone sein
Auf Grund der schon vorhandenen Gebäudeschäden maximales Gewicht und eine maximale Größe der Fahrzeuge. (Darauf können sich Zulieferer einstellen)
·         Geh- und Radwege sollten eindeutig als solche erkennbar und einheitlich sein. Am besten preiswert mit Farbe ohne alles wieder aufzureißen.
·         Keine zusätzlichen Busse mehr. Zwei  Haltestellen parallel reichen völlig. Die Standgeräusche der Busse sind  viel zu laut.
·         Kontrolle der Fahrzeuge auf die Geräuschentwicklung. viele Fahrzeuge  könnten leiser sein
Die Schulkinder, die nun auch spät abends, aus der Schule  kommen leben hier wirklich gefährlich  an der Kreuzung Hochstraße Tupsheide
·         Trend sollte eindeutig in Richtung leiserer Fahrzeuge sein.

Die Wunschliste Wallgraben

·         Weniger Verkehr durch eine nördliche Umgehung von Schiefbahn
·         Stopp der Zunahme des Verkehrs durch die  Baupläne für das Schiefbahner Dreieck
·         Geräuschdämmung der Fahrbahn
·         Vermehrte Geschwindigkeitskontrollen
·         Verbesserte Hinweise auf die Geschwindigkeitsbegrenzung  30 km/h
  
Wunschliste Willicher Straße

·         Verringerung des  Verkehrs durch eine Nordumgehung
·         Stop der Zunahme des Verkehrs durch Bau des Schiebahner Dreiecks
·         Vermehrte Geschwindigkeitskontrollen  auch zusätzlich im nördlichen Teil der Willicher Straße.

Die Initiative wünscht sich:

Einen kritischeren Umgang  vieler Politiker mit den Bauplänen des Schiefbahner Dreiecks um Schaden für den Willicher Steuerzahler abzuwenden.


Ralf Lück  Willicher Str. 55  Tel.  02154 5633 E-Mail: Ralf_Lueck@t-online.de






Mittwoch, 22. Oktober 2014

FINALE ZUSAMMENSTELLUNG ARGUMENTATION BI

                                            Bürgerinitiative
                          Verkehrsbelästigung  Schiefbahn  Norden
                                          Internet:  http.//verkehr-schiefbahner-norden.blogspot.de
                                              
Auf der Hochstraße fahren zurzeit mehr als 15000, über die Tupsheide und Wiliicher Str  mehr als 5000 und Wallgraben mehr als  2000 Fahrzeuge pro Tag.

Das hat dazu geführt, dass:
·      an diesen Straßen der größte Teil der lärmgestörten ( 29%) und gesundheitsgefährdeten (7,2%) Schiefbahner wohnen.
·      Luftverunreinigungen durch erhöhte Schadstoffmengen festgestellt wurden.
·      dass sich jetzt schon viele Anwohner der betroffenen Straßen über Gestank und Geruchsbelästigung durch den Verkehr bei entsprechenden Witterungslagen beschweren.


·           man sich in den Gärten an den Häusern auf Grund des Lärms nicht mit normaler Lautstärke
        unterhalten kann-. Deshalb haben sich Hausbesitzer an der Willicher Str. eingemauert.




·          es häufig (Fast-) Unfälle gibt. Beispiel: Überquerung Hochstraße (wie in Video),
Radfahrer auf der Willicher und Hochstraße usw. Wir registrieren eine Zunahme der Unfälle auf der Hochstraße
·           in den Hauptverkehrszeiten ist es fast unmöglich auf die Straßen aufzufahren.
·           an derTupsheide sind bei alten Häusern vermutlich durch den LKW und Busverkehr Setzrisse festgestellt worden.
·           Bei Verbreiterung der Willicher Str., und Verbesserung der Auffahrt L382 kommt es zu Verkehrsverlagerung von der Tupsheide auf die Willicher Str.

Es wird erwartet, dass die oben aufgeführten Verkehrsbewegungen weiter ansteigen wenn in Schiefbahn Nord weiter gebaut wird. (Nur für 44S bei 100 WE 1000 Fahrzeuge,)
Die geplante Schließung  des Schleichweges Wekeln nach Niederheide ( 2000 Fahrzege / Tag)wird die betroffenen Straßen weiter belasten. 

                              




Mit Schreiben vom 29.06.2009 an Herrn Siepen haben wir bereits auf die prekäre Sitiuation dieser Straßen hingewiesen.
„Das Straßennetz stammt aus dem 19. Jahrhundert, Bis heute gibt es noch nicht einmal eine Umsetzungsplanung der Verwaltung für den Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 2005." sagt die CDU in der Presse schon 2008.
Seit Jahren wird von der Politik  Verbesserung versprochen. Fakt ist jedoch, dass keine Verbesserungen in den letzten 20 Jahren erreicht wurden. Im Gegenteil es wurde weiter gebaut (Augustinerinnen, Rewe usw.) und damit die Verkehrsverhältnisse verschlimmert.

Deshalb fordert die Bürgerinitiative: Keine weiteren Bebauungen im Schiefbahner Norden bevor eine Verkehrsentlastung beschlossen wurde.

Weiterhin  fordern wir, dass die Verwaltung ihre Blockadepolitik aufgibt und mit der BI zusammenarbeitet.
Die Verwaltung hat bis jetzt  jede Zusammenarbeit mit der BI abgelehnt.
z.B.: Verkehrsgutachten:
Schon auf Grund der  begrenzten Aufgabenstellung  an den Gutachter konnte kein befriedigendes Ergebnis erwartet werden.  Sicher wären bessere Resultate erreicht worden hätte man die Mitarbeit der BI nicht so rigoros abgelehnt.
Das Verkehrsgutachten hätte man sich ersparen können. Das Ergebnis:“ Die Willicher Str. kann den Verkehr noch aufnehmen!“ war nie angezweifelt worden. Dies hatte doch auch schon vorher in dem von  der Verwaltung erstellten Gutachten gestanden.
Vorschläge zur Verbesserung der Situation, die wir erwartet hatten wurden nicht gemacht.
Unsere Fragen zu Verkehrsentwicklung in den kommenden Jahren (44S , 43S den Frau Stall angeblich nicht kennt und Stadtentwicklungsplan 2024 usw. ), zum Wallgraben der auch betroffen ist; Auswirkung Schließung Schleichweg Klapptor; Verkehrsverlagerung  durch 44 S von der Tupsheide auf die Willicher Str.; Auswirkungen einer Nordumgehung; fehlende Beschilderung Wallgraben usw. wurden nicht gestellt.
Im Gegenteil in der Verkehrsstudie steht die Willicher Str. wäre ein Schleichweg nach Willich weil schneller zu befahren. Welch ein Unsinn!
Und hätten wir das Datum der Messung gewusst hätte man vielleicht Folgendes klären können: Es hatte morgens geregnet. Es ist unglaublich, dass der Spitzenverkehr morgens wesentlich niedriger sein soll  als abends. Dies gilt vor allen Dingen wenn man weiß, dass bei  Regen Eltern die Kinder zur Schule fahren.
Ein Hinweis, dass diese Messung (die nur an einem Tag und dann auf Wunsch der Verwaltung verkürzt wurden) Fehlertoleranzen von mehr als 10% haben können fehlt ganz.

z.B. Fragenkataloge zu Verkehr.Bauleitplan 44S und Umwelt:
Unsere Fragenkataloge zu diesen Themen wurden teilweise ungenügend oder falsch beantwortet.
Da Details  hier zu weit führen würden bitten wir die Fragen, Antworten und unsere Kommentare dazu im Internet unter  http.//verkehr-schiefbahner-norden.blogspot.de nachzulesen.
Ein Beispiel:
Wird auch untersucht wie viel Mehrverkehr auf der Willicher Str. entsteht  durch eine Erleichterung der  Auffahrt auf die L382 durch Kreisverkehr oder Ampel . Jetzt fahren viele Autos um die schwierige Auffahrt zu vermeiden über die Tupsheide in Richtung Willich.
 Antwort der Verwaltung: Die von den Büros zu erstellenden Verkehrsmodelle werden den Durchgangsverkehr auf der Willicher Straße  sowohl bei einem Kreisverkehr als auch bei einer Ampel berücksichtigen.   
Falsche Antwort auf unsere Frage ! Die Frage ist wie wird das untersucht bzw. gemessen?

In dem Verkehrsgutachten von 2002 steht wörtlich: „Die Stadt Willich betreibt für die Lärmminderungsplanung und Verkehrsentwicklungsplanung bisher keine Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Verwaltung sieht bei diesen übergeordneten Planungen keine Ansätze für eine konstruktive Mitarbeit der Bürger“.
Das können wir als BI nicht akzeptieren.
Wir hoffen, dass die Verwaltung lernt, dass sie für die Bürger da ist und Ihre Blockadehaltung aufgibt. Wir sind sehr daran interessiert bei dem  Lärmgutachten und dem Lärmaktionsplan Stufe2 mitzuwirken. Bei dieser Planung ist zunächst die L361 (Hochstraße – Albert Oetkerstraße) betroffen jedoch wirkt sich hier u.E. die 44S aus.





Verkehrsbelastung ist das Hauptargument der BI aber


Bedarfsplan:
Die Erstellung eines Bedarfsplans für Neu und Altbauwohnungen wurde in der Planungs-ausschusssitzung im Oktober 2013 verabschiedet. Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen?
Herr Arno Hoffmann von der Stadtplanung wurde  am 17.5. 2014 in der  Rheinischen Post zitiert, "dass es derzeit kaum Nachfragen nach Doppelhaushälften gibt, sondern nur große Grundstücke nachgefragt werden!"
Wie viele Anfragen sind bisher aus Schiefbahn hierzu erfolgt?  Wie wirkt sich das auf die Planung 44S aus?
In der nahen Zukunft wird eine Verödung der Innenstädte durch Überalterung erwartet. Wäre  es nicht ratsam vor einer weiteren Versiegelung wertvoller Grünflächen Möglichkeiten alternativer  Bebauungspläne in den Innenstädten den neuen Wohnanforderungen anzupassen?
Der Zuzug in die Großstädte wie Düsseldorf hält an. In Schiefbahn geht die Bevölkerungszahl jetzt schon zurück.
Grundstückskauf:
Wie ist es möglich, dass Grundstücke gekauft werden obwohl vorher keine Umweltverträglichkeitsprüfung  (Lärm, Schadstoffe, Bodengutachten usw. durchgeführt wurden?
Warum wurde es in diesem Fall zugelassen, dass etwa 30% der Grundstückfläche  im Selbstbehalt (Normalerweise max. 10%) gekauft wurden. Wird hier der Spekulation Vorschub geleistet? Wer verdient sich hier eine „goldene Nase“?
Ist es richtig wenn wir behaupten, dass wenn an einer anderen Stelle gebaut werden würde die Kosten von mindestens 2.1 Millionen Euro für einen Lärmschutz   der Stadt  und dem Steuerzahler  erspart werden können?
Der Landesentwicklungsplan beschränkt die weitere Versiegelung von Grundstücksflächen für Gewerbe und Wohngebiete. Sollte man dann bei der Problematik der 44S nicht besser nach alternativen Flächen in ganz Willich suchen.

Gutachten:
In dem Umweltgutachten der Stadt finden wir folgende Formulierungen:
·           Planbedingte erhebliche Umweltauswirkungen werden durch die Aufstellung des Bebauungsplans für die Schutzgüter Boden Wasser und Klima erwartet.
·           Bei der Aufstellung muss eine Umweltprüfung erfolgen in der die erheblichen Umweltauswirkungen ermittelt werden müssen.
·           Eine Naherholungsnutzung ist auf Grund der Vorbelastung durch Immissionen der vorhandenen Straßen kaum gegeben. 
·           Auf Grund der Nähe zur L382 (Bis 20.000 Fahrzeuge/Tag !) ist bis zu 100m Abstand mit erhöhten Lärm und Schadstoffimmission zu rechnen.
·           Die Böden im Planbereich werden als besonders schützenswert eingestuft. Weiterhin hat die Planung negative  Auswirkungen auf das Klima im Plangebiet selbst und auch auf die angrenzenden Bereiche.
Muss denn bei den vielen negativen Fakten unbedingt hier gebaut werden?
Kosten:
Jahrelang hieß es das Schiefbahner Dreieck könnte nicht gebaut werden, da ein notwendiger Lärmschutzwall zu teuer ist. Bauland gibt es zur Zeit für Durchschnittlich 196 €/m²

                                 Entwicklung der Kaufpreise für Grundstücke in Willich

Durch den Trick  den Preis für das Baugelände auf 280 €/m² anzuheben rechnet sich  das Projekt 44S auf dem Papier. Es bestehen aber große Zweifel ob dieser Preis bei der schlechten Lage  (Verkehrslärm  und Schadstoffe) erreicht werden kann. Sollten wie oben gezeigt die Grundstücke nur für 200 €/m² verkäuflich sein wird der Willicher Steuerzahler mit 2 Millionen Euro belastet
Wie wird sichergestellt, dass die vorgegebenen Grundstückskosten erreicht werden.

Der Ausbau des Dreiecks  soll  6.5 Millionen € kosten. Der Kämmerer rechnet mit einem Überschuss von 250.000 Euro. Das sind nur 3,8% der Gesamtkosten.  Bei kommunalen Projekten werden die Budgets meist wesentlich höher als 10%  überschritten.
Dazu kommt: In der für die SPD erstellte Kostenrechnung der Verwaltung
·         fehlen Kosten für Zinsen und Verwaltung. Diese anzurechnen wird merkwürdigerweise von der Verwaltung abgelehnt.
·         Inflationskosten sind nicht ausreichend eingerechnet
·         In der Kostenaufstellung sind Fehler.
Jetzt schon fehlen Kosten oder sind falsch gerechnet und die Einnahmen für das Bauland sind optimistisch eingestellt.
Wie will man sicherstellen, dass die Kosten der Bebauung  nicht überschritten werden und letztlich der Willicher Steuerzahler für die Ansiedlung von Ortsfremden zahlen muss?
Die Verwaltung hat uns schriftlich mitgeteilt, dass die Stadt Kosten von 210.000 Euro für den Lärmschutzwall übernimmt. Die Anwohner der Willicher Straße tragen mindestens 6 €/m² etwa 250.000 € ebenfalls erheblich zu den Kosten bei. Ist es richtig wenn wir sagen dass damit  alle Willicher Steuerzahler für die Bebauung  zahlen, die nicht fällig würden wenn an anderer Stelle gebaut würde?
Es fehlen Aussagen zu Folgekosten obwohl es für diese Fälle Folgekostenschätzer im Internet gibt.
Andere Problempunkte:
Das in der Bauleitplanung vorgesehene Gebiet gehört zu der sogenannten Lehmplatte. Ein Bodengutachten und fehlt noch.  Ob und wie Neubauwillige ihre Entwässerung gestalten müssen ist offen. An der Stelle wo jetzt die Regenwasserversickerung geplant ist entsteht j bei starkem Regen ein großer Teich der erst nach einigen Tagen versickert.
Energetisch falsch ist die Ausrichtung  der Häuser. Aus der Ausrichtung der Dächer ergibt sich dass Solarzellen unwirtschaftlich sind.  Ist das nicht ein weiterer Nachteil für das Baugebiet und müssen eventuelle Grundstückskäufer darauf hingewiesen werden?
Architektonisch falsch sind u. E die geplanten Mehrfamilienhäuser an der Willicher Straße. Sie sollten besser auf der östlichen Seite des Baugebietes geplant werden, da diese sich dort besser der vorhandenen Peripherie anpassen würden. Ein Hochhaus das zwischen den geplanten Einfamilienhäusern  44 S und Bungalows der Rembrandtstraße geplant würde, würde einem Privatmann nicht genehmigt.
Durch die Planung nur einer Ausfahrt aus dem geplanten Gelände entsteht eine Enklave.
Ein Kreisverkehr wie bei Variante C würde  Anwohner der Augustinerinnen Straße stark benachteiligen. Deshalb wünschen sich viele eine Bebauung mit nördlicherem Ausgang (Alternative D)
Durch den Ausbau und Verbreiterung der Willicher Str.  ab Rubensweg wird eine neue Rennstrecke geschaffen obwohl schon jetzt ständig im vorderen  Bereich  oft zu schnell gefahren wird.

Nordumgehung
Eine Nordumgehung ist aus unserer Sicht möglicherweise die derzeit einzige Alternative um den Verkehr auf den betroffenen Straßen zu reduzieren. Jedoch gibt es negative Aussagen aus der Politik, dass diese Umgehung auf Grund von Neubaugebieten und Flächentausch nicht mehr möglich sei. Ferner wird generell die eine wirksame Entlastung angezweifelt.

Wir haben einen Vorschlag eine zu planende Nordumgehung weiter in den Norden zu verlegen.




Verschiedene Alternativen und Finanzierungsmöglichkeiten sollten überprüft werden bevor weitere Entscheidungen getroffen werden. Selbst die Verwaltung hat die Politik aufgefordert hierzu Stellung zu nehmen.

Kreisverkehr oder Ampel

Die  Auffahrt  Willicher Str. auf die L382 Korschenbroicher Str. ist kein Unfallschwerpunkt  mehr.
Der Verkehr  der Willicher Straße beträgt nur 18 % des Verkehrsaufkommens der  L382.  Für Gatherbusch und entsprechende Linksabbieger von L382 wurden keine Fahrzeugbewegungen ermittelt.
Es handelt sich damit nicht um eine echte Kreuzung.
Gutachter in ähnlichen Fällen bei der Abwägung zwischen Kreisverkehr und Ampelanlage haben sich für Ampelanlagen entschieden haben, weil es auch bedarfsgesteuerte  Anlagen gibt die vor allen Dingen bei  stark unterschiedlichen Verkehrsbelastungen der sich kreuzenden Straßen Vorteile haben!
Eine Ampelanlage dem Willicher  erspart  dem  Willicher Steuerzahler mehrere 100.000 Euro.  Die etwas höheren Folgekosten wie oftmals aufgeführt werden von dem Land übernommen.

Stellungnahme Verwaltung zu Alternativen zum Kreisverkehr:“. Es sei denn, dass auf die Umgehungsstraße generell und unwiederbringlich verzichtet wird. Hierzu müssten aber die Ziele der Verkehrsplanung und die bestehende Beschlusslage geändert werden."

Dienstag, 9. September 2014

FDP Antrag zum Schiefbahner Dreieck

   
    



An den                                                                               
Bürgermeister der Stadt Willich
Schloss Neersen
47877 Willich      
                                                                                                  05. September 2014


Per email


Anfrage: zur Bebauung des „Schiefbahner Dreiecks“
             
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

nach unseren zuletzt geführten  Gesprächen mit vielen Bürgern in Schiefbahn, u.a. auch mit der Bürgerinitiative „Verkehrsbelästigung Schiefbahner Norden“ gibt es noch  viele Unklarheiten und Fragen bezüglich der geplanten Bebauung des sogen. „Schiefbahner Dreiecks“.

Vor diesem Hintergrund bittet die FDP-Fraktion die Verwaltung, die nachstehenden Fragen im öffentlichen Teil des Planungsausschusses zu beantworten:

1. Lärm

Das Umweltgutachten der Stadt schreibt vor, dass ein Lärmgutachten für das Baugebiet
erstellt werden muss.

a) Wann wird dieses Lärmgutachten in Auftrag gegeben?
b) Wie wird die Lärmbelästigung ermittelt?
c) Wird die Lärmbelästigung auch für die geplanten Häuser an der Willicher Str. durch
    den Verkehr auf Willicher Str. und der L382 ermittelt?
d) Welchen Einfluss hat der laut Verordnung durchzuführende Lärmaktionsplan auf das
    Bauvorhaben?
e) Werden die betroffenen Bürger und u.a. auch die Bürgerinitiative bei der Erstellung der Lärmgutachtens mit einbezogen?


2. Bedarfsplan

Die Erstellung eines Bedarfsplans für Neu und Altbauwohnungen wurde in
der Planungsausschusssitzung im Oktober verabschiedet.


a)    Wann ist mit einem ersten Ergebnis zu rechnen?
b)    Herr Arno Hoffmann von der Stadtplanung wurde  am 17.5. 2014 in der
    Rheinischen Post zitiert, "dass es derzeit kaum Nachfragen nach Doppelhaushälften
    gibt, sondern nur große Grundstücke nachgefragt werden!"
    Wie wirkt sich das auf die Planung 44S aus?
    Wie viele Anfragen sind bisher aus Schiefbahn hierzu erfolgt?

3. Auswirkungen des neuen Flächenrankings der Regionalplanung Düsseldorf

Das neueste Flächenranking des Regionalplans Düsseldorf hat für Willich ergeben, dass nur
noch 100 WE geplant werden dürfen.

a)    Bitte stellen Sie uns die Stellungnahme der Verwaltung zum Ranking vor.
d) Im Regionalplan werden auch die Siedlungsbereiche festlegt, in denen die Kommunen
    vorrangig ihre Wohnbaulandentwicklung betreiben sollen. Wo liegt das vorgeschlagen
    Gebiet für Willich?
e) In wie weit kann unter diesen Gesichtspunkten die Planung 44S überhaupt weiter verfolgt werden?



Mit freundlichen Grüßen

                                                                               
Hans-Joachim Donath                                                   Klaus Vogt
 Fraktionsvorsitzender                                          Fraktionsgeschäftsführer